365 Tage Bergerlebnis – niedrig gelegene Skigebiete im Wandel

In ihrem monatlichen Tourismus-Podcast „Bergegnungen“ beleuchtet Theresa Haid, Geschäftsführerin von VITALPIN, aktuelle touristische Themen sowie Herausforderungen und Chancen der Branche.

13.11.2022 Innsbruck Fachtouristik, Freizeit, Sport, Tourismus Vitalpin

Vitalpin Geschäftsführerin Theresa Haid spricht mit Markus Redl, Geschäftsführer der ecoplus Alpin GmbH und Leiter des Tourismusentwicklungsprogramms von Bergerlebniszentren im Süden Niederösterreichs, über ein 365 Tage Bergerlebnis.

Die in den letzten Monaten so viel diskutierte und spürbar gewordene Energiekrise und der akute Arbeitskräftemangel stellen nicht nur unsere Gesellschaft, sondern auch einzelne Branchen vor große Herausforderungen und werfen Zukunftsfragen auf – so muss auch im Tourismus umgedacht werden. Aus diesem Grund dreht sich bei Theresa Haid in der aktuellen Folge ihres Podcasts „Bergegnungen“ alles um neue Möglichkeiten eines ganzjährigen Tourismuskonzepts. Dabei spricht sie mit ihrem Podcastgast Markus Redl, Geschäftsführer der ecoplus Alpin GmbH und Leiter des Programms zur Tourismusentwicklung von neun Bergerlebniszentren im alpinen Süden Niederösterreichs. Ebenfalls geht es im Gespräch um beschneite Pistenflächen, Bikeparks inmitten von Skigebieten und große Adventurparks als Vorbilder eines ganzjährigen Sportangebotes.

Skigebiete im Energiesparmodus  
Aufgrund immer häufiger auftretender Wetterphänomene wie Starkregenereignisse oder Föhnwetterlagen, müsse man im Hinblick auf beschneite Pistenflächen strategische Teilrückbauten andenken und sich auf essenzielle Pistenstücke besinnen. Dies gilt vor allem für niedrig gelegene Skigebiete, wie sie z.B. in Niederösterreich vorkommen. „Jeder Kubikmeter Schnee, der produziert wird und die Sicherheit und die gewohnte Qualität für das Pistenerlebnis gewährleisten soll, wird wesentlich teurer werden. Daher muss man sich überlegen, was wirklich benötigt wird, an welchen Stellen eingespart und welche zukunftsweisenden Projekte umgesetzt werden können“, betonte Markus Redl. Seiner Meinung nach müsse man raus aus der Monokultur der plattgewalzten Piste und neue, vielfältige Wege gehen, um mit weniger beschneiter Fläche das gleiche oder sogar ein besseres Erlebnis zu schaffen.

Niedrig gelegene Skigebiete im Umbruch 
Auf die Frage, wie die Zukunft tiefliegender Skigebiete aussehen werde, entgegnete Redl folgendes: „In jenen Skigebieten mit einer gut ausgebauten Seilbahninfrastruktur muss diese auch im Sommer genutzt werden. Niedrig gelegene Skigebiete können dies aber meist nicht bieten, daher brauche es andere Ansätze der Attraktivierung. Die Wintersaison im Osten Österreichs ist relativ kurz und geeignete Schneebedingungen für das Skierlebnis zu garantieren werde immer herausfordernder. Im niederösterreichischen Skigebiet in St. Corona am Wechsel hat man daher in den letzten Jahren ein umfangreiches Angebot für Mountainbiker:innen geschaffen. Der Bikepark „Wexltrails“ verzeichnet mittlerweile dreimal so viele Besucher:innen pro Jahr wie das Skigebiet. „Wir haben einen eigenen „Bikelift“ für Mountainbiker:innen gebaut, der auch im Winter Einsatz findet und von den Skifahrer:innen genutzt werden kann. So schaffen wir ein attraktives und vor allem ganzjähriges Angebot“, so Redl. 

365 Tage Bergerlebnis – das neue Ziel
Obwohl der Winter als wertschöpfungsreichste Saison in den Alpen immer noch den Tourismus-Thron besetze, sei es gerade das Wechselspiel der Saisonen, in denen Redl enorme Chancen sieht. In seinen Augen läge die Zukunft darin, ein 365 Tage Bergerlebnis zu schaffen. Er nennt internationale Beispiele, die als Vorbild dienen können: In Nordamerika bieten Adventurparks, wie der Woodward Park City, im Bundesstaat Utah, ein umfangreiches und vor allem ganzjähriges Sportangebot, das vor allem für Tagestourist:innen aus der nahegelegenen Großstadt Salt Lake City einen Ausflug wert sei. Auf dem „CopenHill“, dem Kopenhagener Zentrum für urbanen Bergsport, können dänische Wintersportler:innen unter anderem auf einer 450 Meter langen Skipiste ihre Schwünge ziehen – und das auf einer Müllverbrennungsanlage. In den Sommermonaten kann die Anlage mit einer 85 Meter hohen Kletterwand punkten. „Diese internationalen Aushängeschilder leben vor, wie ein 365 Tage Bergerlebnis ausschauen kann. Für Großstädte wie z.B. Wien könnte ich mir sogenannte Schneeparks, die an den öffentlichen Nahverkehr angebunden sein müssen, gut vorstellen“, ergänzte Redl. Das Ziel in naher Zukunft müsse es sein, der Bevölkerung einen niederschwelligen Zugang zu einem ganzjährigen Sportangebot zu ermöglichen.

Weitere Informationen und den Podcast zum Nachhören: www.vitalpin.org/podcast 

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