„Achensee.Weiter.Denken“: Acht Themenfelder für die Zukunft des Lebensraumes Achensee

Unter reger Beteiligung der Bevölkerung fand am 4. November 2026 im Veranstaltungszentrum Maurach das „Zukunftsforum 2“ im Rahmen des Projekts „Achensee.Weiter.Denken“ statt. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die Zukunft des Lebensraums Achensee gemeinsam gestaltet werden kann.

05.11.2026 Region Achensee Mobilität, Tourismus, Wirtschaft Achensee Tourismus

Unter reger Beteiligung der Bevölkerung fand am 4. November 2026 das „Zukunftsforum 2“ im Rahmen des Projekts „Achensee.Weiter.Denken“ statt. Im Bild (v.l.): Werner Hechenblaikner (GF Regionalmanagement Schwaz), Stefan Schiestl (Bgm. Wiesing), Helmut Margreiter (Bgm. Steinberg am Rofan), Martin Harb (Bgm. Eben am Achensee), Karl Moser (Bgm. Achenkirch), Maria Wirtenberger (Nachhaltigkeitskoordinatorin TVB Achensee), Martin Tschoner (GF TVB Achensee).

Das über LEADER durch das Regionalmanagement Schwaz geförderte Gemeinschaftsprojekt von Achensee Tourismus und den Gemeinden Achenkirch, Eben am Achensee, Steinberg am Rofan und Wiesing baut auf der Lebensraumanalyse Achensee (2023–2025) sowie dem ersten Zukunftsforum im Mai 2026 auf. Im Rahmen der Lebensraumanalyse wurden regionale Daten ausgewertet, Bürger- und Unternehmerbefragungen durchgeführt sowie die ökonomische und regionalpolitische Bedeutung des Tourismus untersucht. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse wurden im Sommer 2026 in Fokusgruppen, Gemeindegesprächen und einem Schulworkshop vertieft und weiterentwickelt.

Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die „Lebensraumstrategie Achensee“, die acht zentrale Themenfelder für die zukünftige Entwicklung der Region definiert. Im Mittelpunkt steht dabei die Leitfrage: Wie wollen wir im Jahr 2035 am Achensee leben, und was braucht es dafür?

Acht Themenfelder umfassen neue Vorhaben und Weiterentwicklungen
Das „Zukunftsforum 2“ wurde mit einer Keynote von Prof. Roland Benedikter eröffnet. Der Südtiroler Politikwissenschaftler und Soziologe zeigte auf, wie globale Entwicklungen auf regionaler Ebene verstanden und in konkretes, verantwortungsvolles Handeln übersetzt werden können. Dabei ging er insbesondere der Frage nach, wie Regionen den Herausforderungen unserer Zeit begegnen und ihre Zukunft aktiv und vorausschauend gestalten können. 

Anschließend stellten die beiden Projektverantwortlichen Georg Gumpinger (Gut & Co) und Roland Murauer (CIMA) die „Lebensraumstrategie Achensee“ vor, die acht Themenfelder umfasst. Zu den geplanten Maßnahmen zählen unter anderem eine gemeinsame Planungsstruktur der vier Gemeinden, die Weiterentwicklung der Dahoam Card+ sowie die Einrichtung eines regelmäßig tagenden BürgerInnenrats, der die Bevölkerung bei wichtigen Zukunftsfragen einbinden soll. Im Tourismus sollen ganzjährige, klimaresiliente Angebote die Nebensaisonen stärken. Gleichzeitig sollen heimische Betriebe sichtbarer werden, stärker zusammenarbeiten und mehr Kaufkraft in der Region gebunden werden. Auch die Land- und Forstwirtschaft soll durch gemeinsame Regionalprodukte und kulinarische Erlebnisse enger mit Tourismus und Gastronomie verknüpft werden. Weitere Schwerpunkte liegen auf leistbarem Wohnraum, ergänzt durch eine digitale Wohnungsbörse, sowie auf der Stärkung des sozialen Miteinanders durch ein Nachfolgemodell der Community Nurses und einer Plattform für gegenseitige Alltagshilfe. Im Bereich Mobilität sind unter anderem Parkleitsysteme, eine Radinfrastruktur-Offensive, digitale Mitfahrbörsen und ein Alltagsradkonzept vorgesehen. Beim Umweltschutz stehen gezielte Besucherlenkung, eine Potenzialanalyse zur Kreislaufwirtschaft und eine verbesserte Abfallorganisation im Fokus.

„Das rege Mitwirken und die Anwesenheit so vieler Bürgerinnen und Bürger beim Zukunftsforum zeigen einmal mehr, wie wichtig den Menschen die Zukunft ihrer Region ist. Jetzt gilt es, die positive Dynamik und das große Engagement aus dem bisherigen Prozess mitzunehmen und mit voller Energie die nächsten Schritte zur Umsetzung der Lebensraumstrategie anzugehen. Denn entscheidend ist, dass aus den gemeinsam entwickelten Ideen konkrete Maßnahmen werden, die unsere Region nachhaltig stärken“, erklärte Maria Wirtenberger, Nachhaltigkeitsverantwortliche und stellvertretende Geschäftsführerin von Achensee Tourismus. 

Werner Hechenblaikner, Geschäftsführer des Regionalmanagements Schwaz, ergänzte: „Wir erleben immer wieder, wie wertvoll es ist, Menschen aus verschiedenen Bereichen zusammenzuführen. Das bringt neue Blickwinkel in die Diskussion und stärkt das Vertrauen, gemeinsam Entscheidungen zu treffen.“ 

Auch Prof. Roland Benedikter lobte den Strategie-Prozess: "Der Achensee-Zukunftsprozess zeigt in vielerlei Hinsicht, wie Zukunft geht. Wer heute - auch mit Hilfe neuer technischer Mittel - besser versteht, verbindet und regeneriert, macht den Lebensraum bis 2040 zu einem Vorbild im Alpenraum. Mit KI als Assistenz, Longevity als neuem Themenfeld und Austausch mit besten Praktiken anderswo wird aus Erfolg Lebensraumqualität – für Einheimische, Jugend und Gäste. Im Jahr 2040 wird nicht zählen, wie viele Menschen gekommen sind, sondern was durch ihr Kommen besser geworden ist.""Der Achensee-Zukunftsprozess zeigt in vielerlei Hinsicht, wie Zukunft geht. Wer heute - auch mit Hilfe neuer technischer Mittel - besser versteht, verbindet und regeneriert, macht den Lebensraum bis 2040 zu einem Vorbild im Alpenraum. Mit KI als Assistenz, Longevity als neuem Themenfeld und Austausch mit besten Praktiken anderswo wird aus Erfolg Lebensraumqualität – für Einheimische, Jugend und Gäste. Im Jahr 2040 wird nicht zählen, wie viele Menschen gekommen sind, sondern was durch ihr Kommen besser geworden ist."
"Der Achensee-Zukunftsprozess zeigt in vielerlei Hinsicht, wie Zukunft geht. Wer heute - auch mit Hilfe neuer technischer Mittel - besser versteht, verbindet und regeneriert, macht den Lebensraum bis 2040 zu einem Vorbild im Alpenraum. Mit KI als Assistenz, Longevity als neuem Themenfeld und Austausch mit besten Praktiken anderswo wird aus Erfolg Lebensraumqualität – für Einheimische, Jugend und Gäste. Im Jahr 2040 wird nicht zählen, wie viele Menschen gekommen sind, sondern was durch ihr Kommen besser geworden ist
Wie geht es weiter?
Mit der Lebensraumstrategie liegt nun eine gemeinsame Grundlage für die zukünftige Entwicklung der Region vor. Im nächsten Schritt geht es darum, eine verbindliche Struktur für die weitere Zusammenarbeit zwischen den vier Gemeinden und dem Tourismusverband Achensee zu schaffen. Ziel ist es, die erarbeiteten Handlungsfelder gemeinsam und koordiniert in die Umsetzung zu bringen. Auch eine unterstützende Einbindung des Regionalmanagements Schwaz ist dabei denkbar. Damit soll eine langfristige Basis entstehen, um die Zukunft des Lebensraums Achensee über Gemeinde- und Zuständigkeitsgrenzen hinweg aktiv zu gestalten.

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Mag. Maria Wirtenberger
Achensee Tourismus
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6212 Maurach am Achensee
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