Die Tour of Austria kann auf eine lange Historie zurückblicken: Ihre Premiere feierte sie als Österreich-Rundfahrt bereits 1949, seitdem wurde sie – abgesehen von einer coronabedingten Zwangspause – jährlich ausgetragen. Heuer bringt das bedeutendste Radsportevent des Landes, das im vergangenen Jahr erstmals unter dem neuen Namen „Tour of Austria“ firmierte, die Teilnehmer von St. Pölten (NÖ) bis nach Kühtai. Insgesamt werden an den Renntagen zwischen 2. und 7. Juli 2024 rund 140 Athleten aus 20 Teams um den Gesamtsieg kämpfen, wobei das Finale in Tirol über die Bühne gehen und in der Region Innsbruck abgeschlossen wird.
Es geht bergauf
Der Startschuss für diese letzte Etappe fällt am Sonntag, 7. Juli, um 11 Uhr in Kufstein. Dann geht es über Schwaz und das Inntal weiter zur Bergwertung am Fuße des Patscherkofels. Darauf folgt die Abfahrt in die Tiroler Landeshauptstadt, ehe die Teilnehmer über Völs und Kematen ins Sellraintal gelangen, wo der finale Anstieg auf sie wartet. Rund 20 Kilometer und 1.400 Höhenmeter mit bis zu 18 Prozent Steigung gilt es dabei zu überwinden, um das Ziel in Kühtai zu erreichen.
Ein würdiger Abschluss für die traditionsreiche Rundfahrt, befindet Barbara Plattner, Geschäftsführerin von Innsbruck Tourismus, der zufolge die Streckenführung den alpin-urbanen Charakter der Region Innsbruck widerspiegelt: „Die Route verbindet das urbane Umfeld der Stadt mit dem hochalpinen Urlaubsort Kühtai. So dient unser ‚Hausberg‘ Patscherkofel dieses Jahr als Herausforderung für die Bergwertung und lässt zugleich Erinnerungen an die UCI Straßenrad-WM 2018 aufkommen. Der weitere Weg durch das Sellraintal hoch nach Kühtai fordert von den Fahrern dann nochmal alles ab.“ Dass diese „Kletterpartie“ in unmittelbarer Nähe der Bergsteigerdörfer stattfindet, passe da natürlich perfekt.
Rund ums Rennen
Fans haben Gelegenheit, die Athleten der Tour of Austria an zahlreichen Spots entlang der Strecke anzufeuern, zudem gibt es zwischen Kufstein und Kühtai ein entsprechendes Rahmenprogramm. In der Region Innsbruck wartet im Restaurant „Das Hausberg“ an der Talstation des Patscherkofels ab 10:30 Uhr ein von der Stadtmusikkapelle Igls/Vill begleitetes Frühschoppen, bevor es gegen 13 Uhr mit der Olympiaexpress-Bergwertung losgeht. In Kühtai werden ab 12:30 Uhr ebenso Kulinarik und Unterhaltung geboten, unter anderem etwa eine Bike-Trial-Show von Mario Neurauter. Plattner lädt außerdem dazu ein, den Besuch der Radsportveranstaltung in Kühtai mit einer kleinen Wanderung zu verbinden – da die schnellsten Fahrer nicht vor 14:30 Uhr im Ziel erwartet werden, bleibt im Vorfeld genug Zeit für die eine oder andere Tour in der Umgebung. Aufgrund der temporären Sperre der L13-Sellraintalstraße von 13:30 Uhr bis 15 Uhr empfiehlt sich allerdings eine Anreise vor Mittag bzw. über die Ötztaler Seite.
Die Region im Schaufenster
Abgesehen von dem Spektakel für Teilnehmer, Teams und Zuschauer:innen bietet sich für die Region Innsbruck durch die Tour of Austria auch die Möglichkeit, sich erneut auf großer Bühne zu präsentieren. Dafür garantiert unter anderem die umfassende mediale Berichterstattung: Neben ORF und ServusTV On, wo alle Etappen live übertragen werden, findet die Rundfahrt erstmals in ihrer Geschichte auch Eingang ins Programm von Eurosport. So gibt es die letzten 90 Minuten jeder Etappe täglich live beim Streamingdienst Discovery+ sowie bei eurosport.de zu sehen, darüber hinaus sendet Eurosport 1 das Tour-of-Austria-Magazin mit Studiogästen und einer detaillierten Tageszusammenfassung direkt nach der Tour de France im TV.
„Das Gebiet rund um Kühtai bietet ideale Bedingungen für Radsportler:innen, seien es ehrgeizige Amateur:innen oder gestandene Profis“, erklärt Holger Gassler, Bereichsleiter für Marketing und Kommunikation bei Innsbruck Tourismus. Nicht umsonst hielten auch zahlreiche internationale Mannschaften immer wieder Trainingslager in Kühtai und im Sellraintal ab – wie etwa das Tudor Pro Cycling Team, das im Juli ebendort zu Gast ist. „Wir freuen uns daher sehr, unsere Region im Rahmen der Tour of Austria wieder in die Auslage stellen und uns ein weiteres Mal als wunderschöne Kulisse für Rennradsport auf hohem Niveau beweisen zu können.“
Auch die Tourismusverbände Kufsteinerland und Silberregion Karwendel zeigen sich glücklich über den sportlichen Besuch in ihren jeweiligen Gebieten. „Mit dem Start und gleich danach der ersten Sprintwertung in Kufstein geht es am Sonntag im Kufsteinerland gleich richtig spektakulär zur Sache“, erklärt etwa Georg Hörhager, Obmann des TVB Kufsteinerland. „Die Radprofis können bei uns noch die traumhaft schöne Naturkulisse genießen, weil die Wadln erst zwicken, je weiter es Richtung Westen geht. Ich freue mich, dass wir die Tour zu Gast haben.“ Das Rahmenprogramm in der Festungsstadt beginnt um 9:30 Uhr am Oberen Stadtplatz, wo bei freiem Eintritt Kaffee und Frühstück erhältlich sind. Der nächste Höhepunkt wartet dann in Schwaz, wo die Fahrer die zweite Sprintwertung absolvieren werden. „Nach erfolgreicher Durchführung der Tour of the Alps im April sind wir nun stolz darauf, auch die Tour of Austria in der Silberregion Karwendel für die Sprintwertung willkommen heißen zu dürfen“, sagt Elisabeth Frontull, Geschäftsführerin des TVB Silberregion Karwendel. „Dies unterstreicht unser Engagement für den Rennradsport und steigert die Kontinuität von Sportveranstaltungen dieser Größenordnung. Wir freuen uns schon auf ein spannendes Radrennen und ein begeistertes Publikum!“
3 Wandertipps in Kühtai für den 7. Juli
1) Kühtaier Dorfrunde
Aufstieg 140 m / Abstieg 140 m / 4,4 km / 1 ½ h
Start bei der Talstation HochAlterBahn mit Gratisparkplatz oder gleich daneben beim Gasthof Sonne & Schnee, 2.020 m, leicht ansteigend rauf zur Bergstation der StartBahn, dann etwas runter zum Dorfstadl, hinter dem Dorfstadl zur Straße, auf dem Gehsteig bis zum Jagdschloss, dort etwas rauf, dem Weg entlang bis zur Talstation der KaiserBahn, weiter zur Dortmunder Hütte, über die Straße auf den Weg zurück zum Höhenleistungszentrum Kühtai, dann leicht aufsteigend wieder rauf nach Kühtai, hinter der Kirche wieder Richtung Talstation HochAlterBahn.
2) Drei-Seen-Runde
Aufstieg 40 m / Abstieg 470 m / 5,6 km / 2 h
Mit der DreiSeenBahn geht es rasch auf 2.410 m. Von dort aus gelangt man, vorbei am Oberen Plenderlessee, zu Fuß in nur 8 Minuten zur Drei-Seen-Hütte auf 2.311 m mit Einkehrmöglichkeit, die direkt am Unteren Plenderlessee liegt. Der Abstieg erfolgt dann über den Mittleren der Plenderlesseen, weiter zum Hirschebensee (2.164 m) und beim Höhenleistungszentrum Kühtai vorbei wieder bis zur Talstation.
3) Silzer Energieweg
Aufstieg 90 m / Abstieg 520 m / 4,7 km / 1 ½ h
Informative, abwechslungsreiche Wanderroute. Infopoints und Aussichtsplattformen liefern Wissenswertes zum Thema Wasser und Energie mit einem Quiz. Mit der DreiSeenBahn geht es auf 2.410 m, über die Drei-Seen-Hütte zum Stausee Finstertaler, über den Damm, rauf zur Die Mute, dann zum Aussichtspunkt mit Blick auf die Baustelle des Stausees Kühtai. Abstieg zur Talstation der DreiSeenBahn.
Fact Sheet Region Innsbruck:
Insgesamt umfasst die Region Innsbruck 983 Beherbergungsbetriebe mit 20.361 Betten, davon
• 666 Privat- und 49 sonstige Vermieter mit 5.031 Betten sowie
• 268 gewerbliche Beherbergungsbetriebe mit 15.330 Betten, davon
o 48 4-5 Sterne-Häuser mit 6.027 Betten
o 64 3 Stern-Hotels mit 4.379 Betten sowie
o 156 1-2 Stern-Betriebe und Ferienwohnungen mit 4.924 Betten
2023 verzeichnete Innsbruck 1.503.368 Ankünfte, 3.434.267 Übernachtungen und somit eine durchschnittliche Aufenthaltsdauer von 2,3 Nächten. Im Detail: Mit 1.130.342 Übernachtungen bleibt Deutschland Quellmarkt Nummer eins – gefolgt von Österreich mit 697.620 Nächtigungen. Weitere zentrale Herkunftsländer sind die Schweiz, die Niederlande, Italien, die USA und das Vereinigte Königreich. Auf diese Länder entfielen jeweils mehr als 100.000 Übernachtungen in der Region Innsbruck.