Getreideernte bei Zillertal Bier trotz Frost und Trockenheit stabil

Die Getreideernte 2026 ist eingefahren: Rund 50 Tiroler Landwirtinnen und Landwirte bauten auf etwa 90 Hektar Gerste und Weizen für Zillertal Bier an und lieferten rund 400 Tonnen Getreide. Trotz spätem Frost im Frühjahr und Trockenphasen im Sommer konnte ein durchschnittlicher Getreideertrag erreicht werden.

Datum: 26.08.2026
Ort: Zell am Ziller
Ressorts: Landwirtschaft, Lebensmittel, Wirtschaft
Kunde: Zillertal Bier

Der eigens engagierte Anbaukoordinator Martin Schöpf ist dabei das Bindeglied zwischen Brauerei und Landwirtschaft: Schöpf besucht die Felder, empfiehlt passende Sorten, stimmt die Fruchtfolge ab und entscheidet gemeinsam mit den Landwirten, welche Maßnahmen wann sinnvoll sind – vom Striegeln, also der Unkrautregulierung und Belüftung des Bodens, bis zum richtigen Erntezeitpunkt. „Wir können Frost und Trockenheit nicht verhindern, aber wir können den Boden so gesund halten, dass er mit Wetterextremen besser umgeht“, erklärt Schöpf. „Durch sorgfältige Planung, eine passende Fruchtfolge und einen streng regulierten Einsatz von Spritz- und Düngemitteln ist es uns vor allem auf den Feldern in den Bezirken Innsbruck und Innsbruck-Land sowie im Wipptal und Ötztal gelungen, in einem schwierigen Jahr einen stabilen Ertrag einzufahren.“

Regionale Rohstoffe für regionale Wertschöpfungsketten
Seit dem Jahr 2013 engagiert sich die Familienbrauerei aus Zell am Ziller dafür, dass Getreide wieder in Tirol angebaut wird. Pionierprojekt war der Anbau der Tiroler Imperial Gerste, einer alten autochthonen Getreidesorte. Zillertal Bier vergütet den Bäuerinnen und Bauern die regionalen Rohstoffe zu einem Preis, der deutlich über dem Marktpreis liegt, und sichert ihnen eine verlässliche Abnahme und planbare Erlöse zu. „Ohne unsere landwirtschaftlichen Partnerbetriebe gäbe es keine Biere aus 100 % Tiroler Getreide. Aus dem heimischen Rohstoff entstehen bei uns mit dem Tyroler Zwickl, dem Weißbier Hell, dem Weißbier Dunkel und dem Tyroler Hell vier Biere sowie mehrere Spezialbiere“, so Martin Lechner, Geschäftsführer von Zillertal Bier. „Wer ein heimisches Bier bestellt oder kauft, stärkt die heimische Landwirtschaft und regionale Dienstleisterinnen und Dienstleister gleichermaßen. Auch wir als Hersteller nehmen unsere Verantwortung wahr, Wertschöpfungskreisläufe und Wege regional und kurz zu halten.“