Herbert Tichy (*1912, † 1987) war ein österreichischer Reiseschriftsteller, Geologe, Fotograf, Philosoph und Pionier des Höhenbergsteigens. Zwei Reisen stehen im Mittelpunkt des von Wega Film produzierten Streifens. 1954 gelang dem Wiener gemeinsam mit dem Tiroler Sepp Jöchler und dem Nepalesen Pasang Dawa Lama die Erstbesteigung des 8.188 Meter hohen Cho Oyu im Himalaya. Ohne zusätzlichen Sauerstoff und mit minimaler Ausrüstung bezwangen die drei den sechsthöchsten Berg der Erde. Schon 1936 hat Tichy als indischer Pilger verkleidet den „heiligsten Berg der Welt“, den Kailash im Westen Tibets, umrundet.
Die neue ServusTV-Dokumentation „Herbert Tichy – Weltenwanderer, Bergsteiger, Sinnsucher“ von Regisseur Fritz Kalteis porträtiert einen außergewöhnlichen Österreicher, der sich selbst nie bloß als „Wanderer“ definierte. Gespielt von Markus Freistätter und ergänzt mit Beiträgen von Zeitzeugen sowie Weggefährten werden Tichys bewegtes Leben und seine herausragenden Leistungen beleuchtet. „Tichy war der Pionier dieser Art des Expeditions-Bergsteigens, wie es später die Generation um Messner betrieben hat“, so der langjährige Himalaya-Expeditionsleiter Wolfgang Nairz. Die Dokumentation gibt überdies Einblick in Tichys umfangreichen Nachlass mit mehr als 50.000 Fotografien und vielzähligen journalistischen Arbeiten.
Benefizpremiere im Metropol Kino Innsbruck
Am Sonntag, dem 4. Oktober um 17:30 Uhr, einen Tag vor der TV-Ausstrahlung auf ServusTV, wird die abendfüllende Doku im Innsbrucker Metropol Kino auch auf großer Leinwand präsentiert. Und zwar ganz im Sinne von Herbert Tichy, der Nepal stets als sein Lieblingsland betrachtet hat, zugunsten der Nepalhilfe Tirol.
Der aktuelle Anlass: Die verheerende Flutkatastrophe, die Nepal im September 2026 heimgesucht hat. „Ich bin überzeugt, Tichy würde weinen, wenn er das sehen würde. Und gleichzeitig würde er alles in Bewegung setzen, um den Menschen dort zu helfen. Wenn der Film dazu beiträgt, Nepal ins Bewusstsein zu rücken, ist viel in Herbert Tichys Sinn getan“, so Wolfgang Nairz, Obmann der Nepalhilfe Tirol. Nairz teilt mit Tichy die Faszination für die Himalaya-Region und das Dach der Welt.
Die Filmvorführung in Innsbruck hebt den besonderen Tirolbezug hervor: Sämtliche Bergszenen wurden im Kaunertal gedreht.
Der Reinerlös aus dem Ticketverkauf (15 Euro pro Ticket; ab 17. September im Metropol Kino Innsbruck und online erhältlich) kommt der Nepalhilfe Tirol zugute und unterstützt die Opfer der Flutkatastrophe in Nepal, insbesondere in der Region Rasuwagadhi.
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