Verfassungsjurist Heinz Mayer von der Universität Wien beschäftigte sich in seinem Auftaktreferat mit rechtlichen Aspekten rund um die moderne Telemedizin. Wenn ärztliche Leistungen an Patienten erbracht werden, die nicht dort sind, wo sich der Arzt befindet, werden einerseits Räume und Distanzen überschritten, andererseits aber auch neue Fragen aufgeworfen. Mit immer neuen modernen Kommunikationstechnologien steigen die Möglichkeiten der Telemedizin, verschärft sich aber auch die Frage nach der Verantwortlichkeit der beteiligten Ärzte.

Das komplexe Thema des „Verantwortungsvakuums“ sprach auch Christiane Wendehorst, Präsidentin der philosophisch-historischen Klasse der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, an. Sie konstatierte, dass die Geschwindigkeit des technologischen Wandels vor allem auch unsere Rechtsordnung vor extreme Herausforderungen stellt und skizzierte dabei auch die aktuellen Debatten zu biometrischer Echtzeit-Identifikation und generativer KI. Die gegenwärtigen rasanten Entwicklungen machen Kernfragen immer brisanter: Wie kann es gelingen, dass weiterhin die Technik dem Recht folgt, und nicht das Recht der Technik? Was würde passieren, wenn in naher Zukunft Maschinen rechtlich relevante Entscheidungen treffen? Das könnte Vorteile haben, denn sie würden womöglich sachlicher, unbefangen und damit fairer als wir Menschen agieren. Künstliche Intelligenz könnte aber auch zu falschen Ergebnissen kommen und Fehlurteile fällen. Wird unsere Gesellschaft Maschinenurteile nachhaltig akzeptieren, und wer trägt dafür letztlich die Verantwortung, und wer haftet für die Folgen?

Ein angesichts von Kriegshandlungen mitten in Europa sehr aktuelles Thema behandelte Brigadier Michael Janisch vom Österreichischen Bundesheer rund um das Thema „Roboter im Katastrophen- und Militäreinsatz“. Der Militärexperte zeichnete aktuelle Entwicklungen um teleoperierte Einsätze und Militärrobotik, die Sorge vor reinen „Maschinenkriegen“ und die künftigen Einsatzmöglichkeiten von humanoiden Militär-Robotern.

Georg Kopetz (CEO TTTech Computertechnik AG) führte am zweiten Tag von Impact Lech aus, dass Maschinen aktuell schon hoch automatisiert und vernetzt wären und viele produktive Arbeitsvorgänge bereits ohne unmittelbar menschliche Einwirkung bewerkstelligen könnten. Damit stelle sich auch die technische und gesellschaftspolitische Frage, welche Sicherheitsanforderungen diese durch Computer und Softwarealgorithmen gesteuerten Maschinen heute und in naher Zukunft erfüllen müssten.

Noch bis Sonntag diskutieren in Lech Expertinnen und Experten rund um die Sicherheit der Mensch-Maschinen-Interaktion, Aspekte der Humanmedizin, die digitale Energiewende sowie den Themenkomplex „Mensch und Maschine in der neuen Arbeitswelt“.

Weitere Informationen: www.impact-lech.at
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