Immobilien-Stammtisch Tirol fordert Klarheit in Wohnbaupolitik und effizientere Verfahren

Unter dem Leitthema „Bau. Immobilien. Politik. – Lösungen, Strategien, Zukunft.“ diskutieren am 15. Januar 2026 Vertreter*innen aus Wirtschaft und Politik beim 6. Immobilien-Stammtisch Tirol in der Wirtschaftskammer Tirol über aktuelle Herausforderungen der Branche. Im Fokus stehen leistbares Wohnen, beschleunigte Genehmigungsverfahren, Nachhaltigkeit und stabile Rahmenbedingungen für Investitionen.

15.01.2026 Innsbruck, Tirol Events, Immobilien, Wirtschaft P&R Verwaltungs GmbH

(V.l.) Dr. Ellen Moll (WKO Fachgruppenobfrau Immobilien- und Vermögenstreuhänder), Dr. Andreas Köttl (Präsident der Österreichischen Projektentwickler VÖPE), Norbert Sieber (Abgeordneter zum Nationalrat und Sprecher der ÖVP im Ausschuss für Bauten und Wohnen) und Nikolaus Resl (Geschäftsführer der P&R Verwaltungs GmbH) stellten beim Pressegespräch die zentralen Forderungen der Immobilienbranche im Vorfeld des 6. Immobilien-Stammtischs vor.

Der Immobilien-Stammtisch hat sich in den vergangenen Jahren als zentrale Plattform der Tiroler Bau- und Immobilienwirtschaft etabliert - und das mit zunehmender bundesweiter Bedeutung. Nikolaus Resl, Geschäftsführer der P&R Verwaltungs GmbH, betonte: „Die aktuellen Entwicklungen zeigen deutlich, wie eng politische Entscheidungen, wirtschaftliche Realität und Nachhaltigkeitsfragen miteinander verbunden sind.“
Wie wichtig dieser Austausch zwischen den Akteur*innen ist, unterstrich auch Nationalratsabgeordneter Norbert Sieber beim Pressegespräch im Vorfeld der Veranstaltung: „Gerade in Zeiten multipler Herausforderungen braucht es Plattformen wie den Immobilien-Stammtisch Tirol, um Wirtschaft und Politik zusammenzubringen. Nur im offenen Dialog entstehen tragfähige Lösungen für leistbares Wohnen und nachhaltiges Bauen.“ 

Klare Linie in der Wohnbaupolitik gefordert
WKO-Fachgruppenobfrau Mag. Dr. Ellen Moll fordert von der Politik eine eindeutige Strategie: „Die Politik muss sich entscheiden – freier Markt oder geregelter Markt, aber nicht beides zugleich. Nur mit klaren Regeln und einer gezielten Förderpolitik bleibt Wohnen in Tirol langfristig leistbar.“  
Konkret setzt sich die Wirtschaftskammer Tirol für einen dauerhaft geförderten Mietwohnbau im öffentlichen oder gemeinnützigen Eigentum ein, während Eigentum unter fairen Marktbedingungen frei handelbar bleiben soll. Planwirtschaftliche Eingriffe in Grundstücks- und Baukosten lehnt sie ab. Fördergelder sollten gezielt dort eingesetzt werden, wo sie sozialen Mehrwert schaffen.

Bauen muss wieder einfacher werden
Dr. Andreas Köttl, Präsident der Vereinigung Österreichischer Projektentwickler (VÖPE), mahnt umfassende Reformen ein: „Bauen muss wieder einfacher werden – besonders nachhaltige Projekte brauchen schnellere Verfahren und weniger Hürden.“  
Die Branche fordert dafür eine „Fast Lane“ in Genehmigungsverfahren für energieeffiziente oder nachhaltige Projekte sowie eine bundesweite Vereinheitlichung der Bauordnungen. Zudem brauche es steuerliche Anreize und Anpassungen in der Kreditinstitute-Immobilienfinanzierungsverordnung (KIM), um die Kreditvergabe zu erleichtern und Investitionen in den Wohn- und Gewerbebau wieder anzukurbeln. Nur mit besseren Rahmenbedingungen könnten nachhaltige Bauprojekte trotz hoher Zinsen und Kosten wieder realisiert werden.

Immobilienwirtschaft bleibt zentral für Tirol
Nach einem deutlichen Rückgang der Bautätigkeit 2023 steht die Bau- und Immobilienwirtschaft in Tirol weiterhin unter Druck. Steigende Material- und Finanzierungskosten sowie komplexe Genehmigungsverfahren bremsen Projekte aus. Um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu sichern, plädiert die Branche für Kooperation statt Stillstand und für politische Klarheit im Umgang mit der Wohn- und Baupolitik.

Weitere Informationen und das Programm des 6. Immobilien-Stammtischs finden Sie hier.

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O-Ton Ellen Moll 1

Die Antwort von Ellen Moll bezieht sich auf die Frage: "Sie fordern mehr Klarheit in der Wohnbaupolitik. Wo sehen Sie derzeit die größten Widersprüche zwischen politischen Zielen und realen Marktbedingungen?"

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O-Ton Ellen Moll 2

Die Antwort von Ellen Moll bezieht sich auf die Frage: "Sie sagen: 'Die Politik muss sich entscheiden - freier Markt oder geregelter Markt, aber nicht beides.' Was genau bedeutet das in der Praxis für Tirol?"

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O-Ton Norbert Sieber

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O-Ton Andreas Köttl 1

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O-Ton Nikolaus Resl 1

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(V.l.) Dr. Ellen Moll (WKO Fachgruppenobfrau Immobilien- und Vermögenstreuhänder), Dr. Andreas Köttl (Präsident der Österreichischen Projektentwickler VÖPE), Norbert Sieber (Abgeordneter zum Nationalrat und Sprecher der ÖVP im Ausschuss für Bauten und Wohnen) und Nikolaus Resl (Geschäftsführer der P&R Verwaltungs GmbH) stellten beim Pressegespräch die zentralen Forderungen der Immobilienbranche im Vorfeld des 6. Immobilien-Stammtischs vor.

© Immobilien-Stammtisch / Jan Hetfleisch

Dr. Ellen Moll (WKO Fachgruppenobfrau Immobilien- und Vermögenstreuhänder) forderte mehr Klarheit in der Wohnbaupolitik.

© Immobilien-Stammtisch / Jan Hetfleisch

Dr. Andreas Köttl (Präsident der Österreichischen Projektentwickler VÖPE) spricht sich für eine "Fast Lane" im Genehmigungsverfahren für nachhaltige Bauprojekte aus.

© Immobilien-Stammtisch / Jan Hetfleisch

Norbert Sieber (Abgeordneter zum Nationalrat und Sprecher der ÖVP im Ausschuss für Bauten und Wohnen) zeigte sich dankbar für den offenen Austausch.

© Immobilien-Stammtisch / Jan Hetfleisch

Nikolaus Resl (Geschäftsführer der P&R Verwaltungs GmbH) betonte den Mehrwert des Immobilien-Stammtisch, der heuer in 6. Auflage in der Wirtschaftskammer Tirol in Innsbruck stattfindet.

© Immobilien-Stammtisch / Jan Hetfleisch

Alexander Bosak (Management von EXPLOREAL) referiert heuer zum Thema "Wohnungsmarkt Tirol - Vergleich Neubau vs. Bestand mit Wien?"

© Bernhard Schösser I www.freizeit-tirol.at


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