Mediengipfel 2016 | Tag 2

In St. Christoph am Arlberg diskutierten im Rahmen des 10. Europäischen Mediengipfels der Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner und der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter unter dem Titel „Europa und seine Regionen – stimmt die Statik des Hauses Europa?“ über die Rolle der Regionen für Europa.

03.12.2016 Europäischer Mediengipfel

Mediengipfel 2016 | Tag 2

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Die Gesprächsrunde im arlberg1800 eröffneten Gerold Riedmann (CR Vorarlberger Nachrichten) und Mario Zenhäusern (CR Tiroler Tageszeitung) mit der Frage, wie denn die beiden Landeshauptleute den Wahlkampf der anstehenden Bundespräsidentschaftswahl erlebt hätten.
Günther Platter fand dazu sehr klare Worte, „Es ist gut, dass dies am Sonntag ein Ende findet. Der Wahlkampf wurde zum Teil unter der Gürtellinie geführt.“ Er kritisierte zudem die Menge an TV-Duellen der beiden Kandidaten: „Man wird eine Diskussion führen müssen, inwieweit die öffentlichen Auftritte der Kandidaten geeignet waren, und welche nicht dem Ziel entsprechend gewählt wurden.“
Dieser Meinung war auch Markus Wallner und betonte, dass „der Wahlkampf viel zu lange gedauert hat. Die Bevölkerung hat den Grund einer Wiederholung nicht ganz verstanden.“ Er vertritt außerdem die Meinung, dass „die Öffentlichkeit über Dinge diskutiert, welche ein Bundespräsident nicht ausrichten kann. Meine Erwartungen an den künftigen Präsidenten sind niedriger als beispielsweise gestern diskutiert wurden.“

Populismus als Gefahr für Europa?
Ein weiteres Thema, welches für rege Diskussionen am Podium sorgte, war die Rolle des Populismus während des Wahlkampfes. „Populismus spielt immer irgendeine Rolle und das wird bei jedem Wahlkampf so sein,“ betonte Platter, „Aber die Art und Weise wie dieser letztlich artikuliert wird, ist entscheidend.“ In einem Wahlkampf werde immer viel versprochen, die Realität danach sehe jedoch anders aus. Diese populistischen Versprechen seien letztlich der Grund dafür, dass sich die Bevölkerung von der Politik abwende.
Markus Wallner sah einen Lösungsansatz darin, dass man „daran arbeiten muss, dem Populismus den Boden zu entziehen. Wenn das Sicherheitsbefinden bei der Bevölkerung abnimmt, wenn sie den Eindruck hat, die Wirtschaftsleistung sinkt und die Arbeitslosigkeit steigt, dann ist dies der Nährboden für Populismus.“ Jeder sei dabei angehalten, etwas gegen solche Entwicklungen zu unternehmen.
Platter sah dies ähnlich und meinte, dass die Mitgliedstaaten der Union keine Solidarität zeigen würden, und sich der Nationalismus immer mehr etablieren würde. „Die EU hat es vernachlässigt die Grenzen abzusichern,“ betonte er. Die FPÖ setze schon immer auf das Thema „Ausländer raus“, jedoch würden sie keine konstruktiven Lösungsvorschläge für das Problem liefern.


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Veröffentlichung Datum03.12.2016
Dauer4:28 min
Dateigröße43 MB [266 MB]
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