In der aktuellen Folge ihres Podcasts „Bergegnungen“ dreht sich alles um die
„Generation Z“,
ihre Arbeitsmoral, die
neuen Möglichkeiten durch soziale Medien und
die Aufgaben, vor denen UnternehmerInnen stehen, wenn es darum geht,
junge Menschen langfristig als ArbeitnehmerInnen zu binden. Ihr Podcast Gast
Chiara Gemperle arbeitet bei der renommierten
GenZ-Agentur ZEAM in der Schweiz und unterstützt Firmen wie CocaCola, Google und Adidas dabei, genau diese Zielgruppe für sich zu gewinnen.
„Die Generation Z, also jene jungen Menschen, die zwischen den Jahren 1995 und 2010 geboren wurden, sind mit dem digitalen Wandel groß geworden. Für sie ist die digitale Welt genauso real wie das echte Leben“, erklärt Chiara Gemperle. Daher liege die Aufgabe nun bei den Unternehmen, für junge ArbeitnehmerInnen die passenden Rahmenbedingungen im Arbeitsalltag zu schaffen, um die Generation auch langfristig zu binden.
„Ja, es stimmt – Die Jungen sind freiheitsliebend und haben wahrscheinlich eine andere Einstellung zur Arbeit, aber das soll nicht heißen, dass sie sich nicht für Themen und Projekte in Jobs begeistern können. Leidenschaft und Freiheit liegt in meinen Augen sehr nahe beisammen“, betont Gemperle. Vergleicht man die früheren Generationen miteinander, so zeigt sich ein deutliches Bild: Für die Generation Z spiel das Thema Work-Life-Balance eine wesentliche Rolle und auch die gewonnen Freizeit will sie bewusster verbringen. Selbstständiges Arbeiten und die Vorstellung, dies ortsungebunden zu tun, stünde weit oben bei den Wünschen junger Erwachsener. Doch wie können es Betriebe schaffen, diesen Bedürfnissen entgegenzukommen? Ein zentraler Punkt sei es, ihnen zu vermitteln, dass sie für das Unternehmen wichtig sind und somit auch in Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Wenn junge Menschen einen Sinn in ihrer Arbeit und in ihren Aufgaben sehen und gleichzeitig mehr Verantwortung übertragen und vor allem Vertrauen geschenkt bekommen, werden es Betriebe schaffen, diese künftig im Unternehmen zu halten.
Auf die Frage wie Unternehmen, vor allem im Tourismus, moderne Stellenausschreibungen gestalten können und welche Aspekte für die Generation Z bei der Jobsuche eine Rolle spielen, entgegnet Gemperle: „Eine moderne Stellenausschreibung im Tourismus soll jungen Menschen einen Blick hinter die Kulissen verschaffen. Es muss aufgezeigt werden, wie wichtig der alpine Tourismus für uns als Gesellschaft ist und wie viel sie mit ihrer Arbeit bewirken können.“ Das Videoportal TikTok biete mit seinen Kurzvideos eine gute Möglichkeit für Betriebe einen prägnanten Eindruck bei ihren künftigen ArbeitnehmerInnen zu hinterlassen. Gleichzeitig kann die Kommunikation mit der Generation Z über solch eine Plattform erleichtert werden. Jungen Menschen sind Beziehungen sehr wichtig, so auch jene im Arbeitsumfeld. Ihnen sei es ein großes Anliegen den Zusammenhalt innerhalb des Teams zu spüren. Genau auf diese Aspekte muss der Tourismus setzen, wenn er den Fachkräftemangel lindern will.
Auf Haids Nachfrage, welche Botschaft Gemperle an den alpinen Tourismus in Bezug auf die Generation Z richten möchte, antwortete sie: „Hört den jungen Menschen zu, gebt ihnen Verantwortung und bezieht sie bei wichtigen Entscheidungsprozessen mit ein.“