Die offizielle Eröffnung der Galerie im Salzbau wurde mit Begrüßungsworten von Unternehmerin und nunmehriger Galeristin Ingeborg Freudenthaler sowie einer Segnung durch Pfarrer Josef Scheiring eingeleitet. Universitätsprofessor Markus Neuwirth hielt ein Impulsstatement, in dem er die Tiefen und Dimensionen der Kunstwerke von Hubert Scheibl beleuchtete, bevor Landeshauptmann Anton Mattle die Eröffnungsrede hielt.
Visionen für Kunst im Alpenraum
„Mit der Eröffnung der Galerie im Salzbau möchte ich einen Beitrag zur Förderung der Kunst im Alpenraum leisten. Die Idee dazu entstand aus der Überzeugung, dass Kunst einen bedeutenden gesellschaftlichen Wert hat. Sie lehrt uns, mit neuen Blickwinkeln umzugehen, sie fordert unser Einfühlungsvermögen und gibt uns die Möglichkeit, innezuhalten – Fähigkeiten, die heute wichtiger denn je sind. Zudem ist Kunst eine der wenigen Investitionen, die man täglich sehen und erleben kann, sie schafft Atmosphäre und inspiriert“, so Ingeborg Freudenthaler. „Dass Hubert Scheibl die erste Ausstellung im Salzbau gestaltet, ist für mich etwas ganz Besonderes – seine Werke begleiten mich seit vielen Jahren und zeigen eindrucksvoll, wie inspirierend der Dialog zwischen Kunst und Betrachter sein kann.“ Die Galerie im Salzbau ist im gleichnamigen Bürogebäude „Salzbau“ der Freudenthaler Familienholding beheimatet, das 2023 anlässlich des 50-jährigen Bestehens fertiggestellt wurde.
„cosmic cooking“ – Kunst mit multidimensionalem Ansatz
Der Ausstellungstitel „cosmic cooking“ bezieht sich nicht nur auf ein bereits in renommierten Häusern wie der Albertina und im Belvedere gezeigtes Werk, sondern spiegelt auch Hubert Scheibls künstlerische Philosophie wider. Mit seinem vielschichtigen Bildkosmos aus Malerei und Zeichnung nimmt der Künstler die Betrachter auf eine Reise in die Tiefen der menschlichen Psyche mit. 1952 geboren, studierte Scheibl an der Akademie der bildenden Künste in Wien unter Max Weiler und Arnulf Rainer und zählt zu den führenden zeitgenössischen Künstlern Österreichs. Seine Arbeiten wurden international in zahlreichen Museen ausgestellt, unter anderem auf der Biennale Venedig und im Belvedere.
Über seine künstlerische Praxis sagt Hubert Scheibl: „Beim Malen gibt es kein Rezept – nur eine Mischung aus Intuition und Zufall. Wie in der Küche entfaltet sich die eigentliche Magie im Prozess: man setzt Impulse, verdichtet sie, verwirft sie vielleicht wieder. Es ist ein fortwährender Dialog mit der Leinwand, mit dem Raum, mit der eigenen Unruhe. ‚Cosmic cooking‘ ist für mich genau das: ein Spiel mit Energien, eine Bewegung ins Ungewisse – und das Vertrauen, dass sich daraus etwas Neues formt. Umso mehr freut es mich, diesen kreativen Prozess als erste Ausstellung in den Räumen der neu eröffneten Galerie sichtbar machen zu dürfen.“
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