Über ihre ganz persönlichen „Grenzgänge“ berichtete die junge deutsche Automobilrennfahrerin Sophia Flörsch gleich zu Beginn des Sportgipfels. Sie startete 2016 bis 2017 in der deutschen Formel-4-Meisterschaft. Dort erzielte sie als erste Frau Punkte und nahm auch mit ihrem Podestplatz 2017 im zweiten Rennen am Sachsenring eine Vorreiterrolle ein. 2018 ging sie in der europäischen Formel-3-Meisterschaft an den Start. Bekannt wurde Flörsch durch ihren spektakulären Unfall mit 276 km/h im November 2018 beim Macau Grand-Prix der zu einer Wirbelsäulenfraktur führte. „Das Riskio fährt immer mit. Aber Angst spielt auch künftig keine Rolle, denn Rennfahren ist mein Leben!“

Müssen härter im Nehmen sein
Monisha Kaltenborn, von 2012 bis 2017 Teamchefin des Sauber-Rennstalls in der Formel 1, betonte, dass Frauen ein sehr ausgeprägtes Selbstbewußtsein benötigen würden, um sich an der Spitze durchzusetzen: „Man muss härter im Nehmen sein, muss sich immer noch ein Stück weit mehr beweisen!“ Gerade Frauen im Autorennsport bräuchten mehr Chancen, um sich profilieren zu können. Gesellschaftliche Einstellungen müssten sich hier ebenfalls verändern.

Warum polarisieren Sportreporterinnen?
Besonders das Thema Frauen im Sportjournalismus bekommt immer wieder viel Aufmerksamkeit und polarisiert. Am Ende sei es aber keine Frage der Eignung, sondern ebenfalls ein gesellschaftliches Thema, betont ZDF Sportjournalistin Katrin Müller-Hohenstein. „Es ist doch ein Wahnsinn, dass wir darüber sprechen, ob Frauen ein Fußballspiel oder ein Skirennen moderieren dürfen!“, bringt sie es auf den Punkt. Als sie selbst die Moderation des ZDF Sportstudios übernommen hatte und damit nach langer Zeit wieder eine Frau die prominente mediale Sportarena betrat, war Müller-Hohenstein von der Resonanz überrascht: „Das hat damals sehr viel Interesse ausgelöst!“

Der Kampf zurück an die Spitze
Über ihren ganz persönlichen Kampf zurück an die Spitze berichtete Nadine Wallner. Sie kürte sich mit 23 zur jüngsten Freeride-Weltmeisterin aller Zeiten, im folgenden Jahr gelang ihr die Titelverteidigung. Dann der Rückschlag: Im April 2014 verletzte sich Nadine bei Dreharbeiten in Alaska schwer. Diagnose: offener Schien- und Wadenbeinbruch. Davon ließ sich die Offpiste-Queen vom Arlberg aber nicht aus der Bahn werfen. Nach langer Verletzungspause stand Wallner in der Saison 2015/2016 erneut am Start der Freeride World Tour – stärker als jemals zuvor. Wallner beim Sportgipfel: „Ich bin und bleibe ein großer Optimist. Wenn sich eine Tür schließt, dann geht mit Sicherheit eine andere auf!“

Vorfreude auf den Weltcup 2021
Nina Ortlieb, Tochter von Olympiasieger Patrick Ortlieb, holte sich in der letzten Saison den Europacup-Gesamtsieg und sicherte sich damit die Startberechtigung für alle Weltcup-Disziplinen der laufenden Saison. Die 22-jährige aus Lech ist Mitglied im Ski Club Arlberg und wäre am Wochenende das erste Mal das Arlberg Kandahar Rennen vor heimischem Publikum gefahren. Beim Sportgipfel bedauerte Ortlieb die Absage, „denn die Strecke ist sehr herausfordernd und spannend. Deshalb freuen wir uns alle schon, wenn wir hier 2021 an den Start gehen dürfen!“

Zuschauerquoten bestimmen die Preisgelder
Heiß diskutiert wurde beim Sportgipfel zudem die Frage unterschiedlicher Preisgelder bei Damen und Herren. Moderator Lukas Schweighofer zitierte in diesem Kontext den Tennis-Profi Rafael Nadal mit seiner Aussage, wonach jener mehr verdienen solle, der auch mehr Zuschauer hätte. Tatsächlich gehe es bei dieser Frage um das Spannungsdreieck Medien – Wirtschaft – Zuschauer und um die Frage der Refinanzierung von Preisgeldern, so der Tenor am Podium.

„Überhole meistens Jungs!“
Eine Trennung von Mann und Frau ist bei gewissen Sportarten sinnvoll, bei anderen wieder nicht. Ein erfrischender Appell in diese Richtung kam von Flörsch: „Im Motorsport ist jeder gleich – denn dem Auto ist es egal, ob es von einem Mann oder einer Frau bedient wird. Ich zum Beispiel überhole ja meistens Jungs!“

Sportgipfel Tirol – Fortsetzung folgt
Die Verantwortlichen zogen ein sehr zufriedenes Fazit zur Premiere des Sportgipfels in St. Anton am Arlberg und kündigten eine Fortsetzung im nächsten Jahr an (9. Jänner 2020). Zudem wurden die nächsten Weltcuprennen in St. Anton am Arlberg festgelegt. Peter Mall, Generalsekretär der Arlberg Kandahar Rennen, Josef Chodakowsky, Obmann des TVB St. Anton am Arlberg und Präsident des Ski Club Arlberg sowie Martin Ebster, Geschäftsführer des TVB St. Anton am Arlberg, stellten klar: „Am 9. und 10. Januar 2021 gastiert der Weltcup wieder hier!“

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1. Sportgipfel Tirol - St. Anton am Arlberg

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