Wirtschaftsmotor und Kult: Tiroler Zugspitzbahn feiert 100-Jahr-Jubiläum
2026 feiert die Tiroler Zugspitzbahn in Ehrwald ihr 100-jähriges Bestehen. Seit der Eröffnung am 5. Juli 1926 gelten Seilbahnen als Innovationstreiber, Erschließer der Bergwelt und Wegbereiter des Tourismus. Zwischen den damaligen Pionierleistungen der Ingenieurskunst und dem heutigen Familienunternehmen liegen zahlreiche Meilensteine. Heute sind die Tiroler Zugspitzbahn und die dazugehörigen Betriebe Arbeitgeber für 240 Personen und zentraler Wirtschaftsmotor der Region Tiroler Zugspitz Arena.
Datum: 29.01.2026
Ort: Ehrwald
Ressorts: Seilbahnen, Tourismus, Wirtschaft
Kunde: Tiroler Zugspitzbahn
Mit der Eröffnung der „Österreichischen Zugspitzbahn“ im Jahr 1926, aus der 1958 die „Tiroler Zugspitzbahn“ wurde, begann als zweite Seilbahn Österreichs und erste Nordtirols die Geschichte des modernen Seilbahnbaus in den Alpen. Was damals eine technische Pionierleistung war, ist heute ein zentraler Impulsgeber für Tourismus und Wirtschaft.
Die Tiroler Zugspitzbahn überwindet 1.725 Meter Höhenunterschied von der Ortschaft Ehrwald in Tirol auf die Zugspitze, den höchsten Berg Deutschlands, und verbindet damit zwei Länder über einen der markantesten Gipfel der Alpen. Am 5. Juli 1926 fuhr die erste Kabine mit einer Maximalauslastung von 19 Person in ca. 18 Minuten auf die Zugspitze – damals ein spektakulärer technischer Fortschritt. Heute steht die Tiroler Zugspitzbahn stellvertretend für ein Jahrhundert Innovation, das Tirol zu einer der weltweit führenden Seilbahnregionen macht.
„Das 100-jährige Bestehen unserer Bahn ist ein Stück Tiroler Zeitgeschichte. Sie verbindet seit 1926 Menschen, Regionen und Perspektiven und bringt Wertschöpfung, Arbeitsplätze und internationale Sichtbarkeit für unsere Region. Dieses Jubiläum ist daher Anlass, zurückzublicken – und gleichzeitig die nächsten Schritte für eine innovative und nachhaltige Weiterentwicklung der Tiroler Zugspitzbahn einzuleiten“, so Franz Dengg, Geschäftsführer der Tiroler Zugspitzbahn.
Highlights im Jubiläumsjahr
Zum Jubiläum wird das Museum an der Bergstation erneuert. In Zusammenarbeit mit dem Gletscherforscher und Astrofotografen Norbert Span entsteht eine modern gestaltete Ausstellung, die im Mai 2026 offiziell eröffnet wird. Sie zeigt den Wandel der Zugspitzbahn von ihren technischen Anfängen bis zur heutigen Hochleistungsanlage und thematisiert unter anderem Wetterphänomene. Parallel widmet die Autorin und Theaterleiterin Claudia Lang-Forcher Hermann Stern, Initiator der Tiroler Zugspitzbahn, ein Theaterstück mit dem Titel „Sterntaler für die Zugspitze“. Premiere ist am 5. Juli 2026 in Ehrwald. Die kürzlich erschienene Festschrift dokumentiert Meilensteine der Bahn, historische Fotografien und Stimmen aus der Region.
Tirol feiert 100 Jahre Seilbahngeschichte
Aus der ersten Bahn auf die Zugspitze entwickelte sich in Tirol eine Branche bestehend aus 175 Seilbahn- und Schleppliftbetrieben mit 871 Anlagen. Heute sind diese nicht nur Symbol für technische Spitzenleistungen, sondern auch tragende Säule für Tourismus, Beschäftigung und Lebensqualität im Land. „Ohne Seilbahnen gäbe es keinen Wintertourismus in der jetzigen Form“, so Reinhard Klier, Fachgruppenobmann der Seilbahnen. „Uns ist es aber genauso wichtig, ein leistbares und attraktives Angebot für die einheimische Bevölkerung zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus sind die Seilbahnunternehmen ein wesentlicher Arbeitgeber im Land und stellen nicht nur Saisons- sondern auch Ganzjahresarbeitsplätze zur Verfügung. Und nicht zuletzt ist die Branche auch in der Lehrlingsausbildung beispielhaft.“
Weltweit nehmen Tirols Seilbahnen eine Vorreiterrolle ein – sowohl in technischer Innovation als auch in wirtschaftlicher Relevanz. Der durch Seilbahnnutzer:innen generierte Bruttoumsatz liegt bei rund 6,3 Milliarden Euro jährlich. Rund 7.500 Mitarbeiter:innen sind in der Branche in Voll- oder Teilzeit tätig, davon 3.300 ganzjährig und 4.200 als saisonale Arbeitskräfte im Winter. Dass die Seilbahnen maßgeblich zur Attraktivität des Tourismus beitragen, zeigt ein Blick auf die Aufenthaltsdauer: Gäste mit Bergbahnnutzung bleiben im Schnitt 7,4 Tage in Tirol – ohne Seilbahnerlebnis verkürzt sich der Aufenthalt auf durchschnittlich 5,7 Tage. Damit ist der Erfolg der Tiroler Seilbahnwirtschaft untrennbar mit der Pionierleistung verbunden, die vor 100 Jahren auf der Zugspitze ihren Anfang nahm.
Technische Daten zur Tiroler Zuspitzbahn
- Länge: 3.600 m
- Höhendifferenz: 1.725 m, Höhe (Tal): 1.225 m, Höhe (Berg): 2.950 m
- Max. Geschwindigkeit: 10 m/s (36 km/h)
- Fahrzeit: 10 Minuten
- Stützen: 3, höchste Stütze: 55 m
- Höchster Bodenabstand: 160 m
- Kabinen: 2, für je 100 Personen
- Förderleistung: 730 Personen pro Stunde
Über die Tiroler Zugspitzbahn
Die Tiroler Zugspitzbahn verbindet seit 1926 den österreichischen Ort Ehrwald mit dem Gipfel der Zugspitze, dem höchsten Berg Deutschlands. Die beiden Panorama-Kabinen der Pendelbahn befördern jeweils bis zu 100 Personen und erreichen den Gipfel in rund zehn Minuten. Am Gipfelplateau erwartet Besucher:innen neben einem einzigartigen Alpenpanorama auch ein Erlebnismuseum, die Schneekristall-Welt sowie das Panorama-Gipfelrestaurant. Im Jahr 2026 feiert die Tiroler Zugspitzbahn ihr 100-jähriges Jubiläum.
Franz Dengg, Geschäftsführer der Tiroler Zugspitzbahn, zur Historie der Tiroler Zugspitzbahn.
Franz Dengg, Geschäftsführer der Tiroler Zugspitzbahn, zu den Meilensteinen der Tiroler Zugspitzbahn.
Franz Dengg, Geschäftsführer der Tiroler Zugspitzbahn, zum Stellenwert der Tiroler Zugspitzbahn für die Region.
Franz Dengg, Geschäftsführer der Tiroler Zugspitzbahn, zu den Highlights im Jubiläumsjahr.
Reinhard Klier, Obmann der Fachgruppe Seilbahnen in der Wirtschaftskammer Tirol, zur Besonderheit der Tiroler Seilbahnen.
Reinhard Klier, Obmann der Fachgruppe Seilbahnen in der Wirtschaftskammer Tirol, zur Bedeutung der Tiroler Zugspitzbahn.