Doppeljubiläum von Gemeinde und Museum
„Vom Handwerk zum Hightech“ – Jenbacher Museum lässt 500 Jahre Industriegeschichte lebendig werden
Bereits vor einem halben Jahrtausend begann in Jenbach eine Entwicklung, die den Ort bis heute prägt: 1526 wurden die Schmelzhütten des Schwazer Bergbaus nach Jenbach verlegt – der Beginn einer langen industriellen Tradition. Anlässlich dieses Jubiläums widmet das Jenbacher Museum der Geschichte des Ortes die Sonderausstellung „500 Jahre Industriestandort Jenbach“. Gleichzeitig feiert das vom sekundären Wirtschaftssektor geprägte Ausstellungshaus mit einer zweiten Sonderausstellung selbst sein 30-jähriges Bestehen – ein doppelter Anlass für Rückblick und Neuentdeckung. Die Saisoneröffnung des Museums mit Festakt und Rahmenprogramm findet am 25. April 2026 um 10 Uhr im Jenbacher Museum statt.
Datum: 21.04.2026
Ort: Jenbach, Tirol
Ressorts: Geschichte, Kultur, Regionalität
Kunde: Tourismusverband Silberregion Karwendel
„Jenbach ist heute ein moderner Industriestandort mit internationaler Strahlkraft – Unternehmen wie INNIO stehen exemplarisch dafür“, sagt Elisabeth Frontull, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Silberregion Karwendel. „Viele dieser Betriebe sind aus den traditionsreichen Jenbacher Werken hervorgegangen und zählen heute zu den Weltmarktführern in ihren Bereichen. Das Zusammenspiel aus industrieller Kompetenz und regionaler Verwurzelung prägt den Ort bis heute. Das Museum macht diese Entwicklung seit Jahrzehnten sichtbar – und zeigt sie in der aktuellen Ausstellung besonders eindrucksvoll."
„Das Museum macht sichtbar, was Jenbach als Ort ausmacht – und schafft ein Bewusstsein dafür, wie stark die industrielle Entwicklung die Region bis heute prägt“, sagt TVB-Obmann Andreas Jenewein. „Ein großer Verdienst gilt dabei dem Team des Jenbacher Museums, das es versteht, Geschichte so aufzubereiten, dass sie für Einheimische wie Gäste greifbar wird und Identität stiftet.“
Jenbacher Museum feiert Geburtstag: 30 Jahre Leidenschaft für die heimische Geschichte
Der zweite Teil der Jubiläumsausstellung beleuchtet die Entwicklung des Museums selbst, das am 27. April 1996 eröffnet wurde. Ursprünglich ganz der Industriegeschichte gewidmet, kamen im Lauf der Zeit neue Themen hinzu: Neben der Dauerausstellung zur Industrie- und Eisenbahngeschichte (mit Achenseebahn und Zillertalbahn) bietet das Museum faszinierende Einblicke in die Natur der Region – von filigranen Schmetterlingen bis zu imposanten Greifvögeln. Auch Themen wie Alpinismus, Wintersport und die historische Südtirol-Beziehung finden ihren Platz. „500 Jahre Industriegeschichte bedeuten auch 500 Jahre sozialer und wirtschaftlicher Veränderung“, sagt Wolfgang Meixner, Obmann des Jenbacher Museums. „Die Geschichte zeigt, wie technische Innovation, Arbeitswelt und Umwelt über Jahrhunderte in Wechselwirkung standen. Unser Ziel ist es, diese Zusammenhänge sichtbar zu machen und Geschichte nicht nur zu bewahren, sondern bereits seit 30 Jahren hier im Museum anschaulich zu erzählen.“ Diese Vielfalt spiegelt die enge Verbindung des Museums mit seiner Umgebung wider und zeigt, wie breit Kulturgeschichte in einem Ort verankert sein kann.
Fest zum Jubiläum: Aktionen für Einheimische und Gäste
Das Jenbacher Museum wurde bereits mehrfach ausgezeichnet – unter anderem mit dem Österreichischen Museumspreis, dem Tiroler Museumspreis und dem Österreichischen Museumsgütesiegel. Geöffnet ist das Museum von 25. April bis 24. Oktober 2026 Montag, Donnerstag, Freitag und Samstag jeweils von 14 bis 17 Uhr. Am 25. April 2026 findet ab 10 Uhr die Jubiläumsfeier statt – mit Grillfest, Zillertaler Krapfen, Kaffee und Kuchen, Flohmarkt sowie der feierlichen Ausstellungseröffnung. Für die musikalische Umrahmung sorgt die „Jenbacher Tanzlmusig“.
Über das Jenbacher Museum
Im Jenbacher Museum wird Industriegeschichte anschaulich und nachvollziehbar erzählt. Originale Maschinen, Werkzeuge, Dokumente und Modelle zeigen die Entwicklung des Ortes von den Anfängen der Metallverarbeitung bis zur modernen Industrie. Die Ausstellungen richten sich an Besucher*innen aller Altersgruppen und machen regionale Geschichte verständlich. Getragen wird das Museum vom engagierten Museumsverein unter der Leitung von Wolfgang Meixner, der sich seit vielen Jahren um Aufbau und Weiterentwicklung des Hauses verdient gemacht haben. Das Jenbacher Museum ist barrierefrei zugänglich und bietet Führungen sowie Audioguides. Mit der Gästekarte Silbercard ist der Eintritt kostenlos. Ein besonderes Angebot gilt für Besucher*innen mit Sehbehinderung: Das Museum bietet eigene Führungen für blinde und sehschwache Personen an. Alle Infos zum Museum sowie Eintrittspreise gibt es hier.
Über die Silberregion Karwendel
Zwischen Karwendelgebirge und Tuxer Alpen liegt die Silberregion Karwendel – eine Tiroler Region, in der Naturerlebnis, gelebte Geschichte und wirtschaftliche Stärke eng miteinander verbunden sind. Herzstück ist der Tiroler Silberpfad, einer der wenigen Weitwanderwege Österreichs, der nahezu ganzjährig begehbar ist und für genussvolles Wandern im Tal steht. Ergänzt wird das Angebot durch prägende Natur- und Kulturlandschaften wie die Kellerjochkapelle oder den Großen Ahornboden. Mit innovativen Formaten wie der Tiroler Silberpfad Trophy und einem breiten Aktivangebot von Trailrunning bis Padel positioniert sich die Region bewusst als moderne, vielseitige Destination abseits klassischer Klischees. Die Silberregion Karwendel steht für authentisches Tirol, starke regionale Wirtschaft und hohe Lebensqualität – für Gäste ebenso wie für Einheimische. Kurz gesagt: Echt. Vielseitig. Wirtschaftlich stark.