RUPTUR Wirtschaftsdialog beim Forum Alpbach: Transparenz schafft Raum für neue Verbindungen
Im Rahmen des European Forum Alpbach 2026 und der EUREGIO Days brachte der erste RUPTUR Wirtschaftsdialog vergangenen Freitag rund 60 geladene Gäste aus Wirtschaft, Kunst und Kultur an einen Tisch. Unter dem Motto „Transparenz“ wurde nicht auf der Bühne und nicht in Form von Panels, sondern beim gemeinsamen „Social Dining“ diskutiert: über verborgene Potenziale, neue Perspektiven und die Kraft von Kooperationen über Branchengrenzen hinweg. Umgesetzt wurde das Format von der Lebensraum Tirol Gruppe in Kooperation mit DILON Studio und in Zusammenarbeit mit der Europaregion Tirol–Südtirol–Trentino.
Datum: 02.09.2026
Ort: Alpbach
Ressorts: Kultur, Kunst, Wirtschaft
Kunde: Lebensraum Tirol Gruppe
Was entsteht, wenn Wirtschaft auf Kunst, Kultur und Kreativität trifft? Und woher kommen die Ideen, die Unternehmen und Regionen zukunftsfähig machen? Im Zentrum stand die Frage, wie unterschiedliche Perspektiven neue Zugänge zu wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen eröffnen. RUPTUR ist eine Programmschiene der Lebensraum Tirol Gruppe, die Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft mit Wirtschaft und Tourismus verbindet.
„Social Dining“ statt Konferenzroutine
Der besondere Charakter des Dialogs lag in seinem bewusst anderen Zugang: Keine Vortragsmonologe, keine PowerPoint-Folien und keine klassische Konferenzbühne prägten den Nachmittag beim Forum Alpbach. Stattdessen lud die Lebensraum Tirol Gruppe rund 60 Gäste zu einem gemeinsamen Austausch auf Augenhöhe mit kulinarischer Begleitung im Rahmen des vom Dilon Studio kuratierten „Social Dining“ ein. Unter dem Motto „Transparenz“ wurde der Rahmen selbst zum Teil des Dialogs. Transparente Möbel und Dekorationen – bis hin zu Glasnudeln im Glas – machten sichtbar, was im Arbeitsalltag häufig verborgen bleibt: persönliche Motivationen, unterschiedliche Arbeitsrealitäten, gegenseitige Annahmen und die Frage, was die jeweils andere Seite für eine erfolgreiche Zusammenarbeit braucht.
„Durch sein besonderes Format schaffte der RUPTUR Wirtschaftsdialog einen außergewöhnlichen Raum für Gespräche auf Augenhöhe, aus denen neue Perspektiven entstanden. Dass dieser offene Austausch von Wirtschaft, Kunst und Kultur im Rahmen des international besuchten European Forum Alpbach stattfand, verlieh dem Format zusätzliche Strahlkraft“, betonte Tirols Landeshauptmann Anton Mattle.
Martin Reiter, Geschäftsführer der Lebensraum Tirol Holding, zeigt sich erfreut über die positive Resonanz auf das neue Format: „Es freut uns sehr, dass der Dialog mit seinem besonderen Ansatz auf so großen Anklang gestoßen ist. Der offene Austausch auf Augenhöhe hat gezeigt, wie viel entstehen kann, wenn Wirtschaft, Kunst und Kultur ihre Perspektiven zusammenbringen und gemeinsam über neue Wege nachdenken. Im Zusammenspiel entstehen so neue Zugänge zu Herausforderungen, die innerhalb einzelner Branchen oft nur schwer zu lösen sind.“
Wenn aus Austausch konkrete Projekte entstehen
Wie solche Verbindungen konkret funktionieren können, zeigten zwei Praxisbeispiele. Lisa Lechner, Datenkünstlerin, Assistenzprofessorin an der Universität Innsbruck und Gründerin von dataskin, präsentierte präsentierte gemeinsam mit dem Projektpartner Plansee „UNLINEAR“. Das Projekt übersetzt Daten zur Kreislaufwirtschaft in eine immersive VR-Erfahrung und macht damit Zusammenhänge sichtbar, die in Unternehmensdaten sonst verborgen bleiben.
Birgit Mayr vom NOI Techpark Bozen stellte das Kulturprogramm „Summer at NOI“ vor. Dabei wird das Innovationsviertel im Sommer gemeinsam mit lokalen Kulturkollektiven durch Musik, Ausstellungen und Kooperationen unter anderem mit Transart und dem Südtirol Jazzfestival belebt. Kultur übernimmt dabei eine verbindende Rolle zwischen Forschung, Wirtschaft und Stadtgesellschaft.
Der Einladung der Lebensraum Tirol Gruppe folgten unter anderem Lisa Noggler von den Tiroler Landesmuseen, Erich Gnaiger von der Oroboros Instruments GmbH, Elisabeth Stark vom Innsbruck Nature Film Festival (INFF), Peter Mirski vom MCI Innsbruck, der Zeichner und Maler Elmar Peintner, die künstlerische Leiterin der Osterfestspiele Tirol Hannah Crepaz, der Geschäftsführer der p.m.k. David Prieth, der Generalsekretär der Europaregion Tirol–Südtirol–Trentino Matthias Fink und der Bürgermeister-Stellvertreter der Stadt Innsbruck Georg Willi.