Drei Gold-, sechs Silber- und zwei Bronzemedaillen – das war die Ausbeute des ÖSV-Teams bei der Heim-WM 2001 in St. Anton am Arlberg. Für Glanz sorgten vor allem die Abfahrts-Triumphe von Hannes Trinkl und Michaela Dorfmeister. Zu den gefeierten Helden wurden jedoch zwei Tiroler: Der abschließende Slalom-Bewerb vor 60.000 begeisterten Fans endete mit einem Tiroler Doppelerfolg. Lokalmatador Mario Matt sicherte sich die Goldmedaille, Benjamin Raich die Silbermedaille.
Vom Sportgroßereignis zum Zukunftsmodell
Neben sportlichen Erfolgen brachte die Ski-Weltmeisterschaft 2001 St. Anton umfassende infrastrukturelle Veränderungen. Insgesamt wurden rund 254 Millionen Euro investiert, davon etwa 150 Millionen Euro in die Verlegung der Arlbergbahntrasse aus dem Ortszentrum. „Die WM 2001 hat St. Anton am Arlberg in eine neue Zeit geführt“, betont Peter Mall, OK-Chef der traditionsreichen Arlberg Kandahar Rennen“, und führt weiter aus: „Der Bau des neuen modernen Bahnhofs, des Karl‑Schranz‑Zielstadions und des Arlberg WellCom haben den Ort nachhaltig verändert und uns ermöglicht, vor 25 Jahren eine großartige Heim-Weltmeisterschaften abzuhalten.
Der Bürgermeister der Gemeinde St. Anton am Arlberg, Helmut Mall, ergänzt: „Diese Investitionen, die damals nötig waren, um das Großereignis zu stemmen, bilden bis heute die Grundlage für die touristische und wirtschaftliche Entwicklung unseres Ortes. Mehr als 350.000 Menschen erlebten damals vor Ort eine Ski-WM, die als Gemeinschaftsleistung in Erinnerung bleibt. 25 Jahre später sehen wir, wie nachhaltig diese Entscheidungen waren und dass sie bis heute Grundlage für unseren Fortschritt sind.“ Der Präsident des Skiclub Arlberg und TVB-Obmann, Josef Chodakowsky, betont die Bedeutung der gesammelten Erfahrungen: „Die Weltmeisterschaft hat gezeigt, dass St. Anton in der Lage ist, Großveranstaltungen erfolgreich zu bewältigen. Diese Erfahrung ist Teil unserer Identität geworden – sie verpflichtet uns aber auch, über die zukünftige Rolle des Ortes im internationalen Skisport nachzudenken.“
Langfristige Impulse für eine mögliche Heim-WM 2033
Mit dem 25. Jubiläum rückt auch die Diskussion über eine mögliche Ausführung der Ski-WM 2033 in St. Anton am Arlberg in den Fokus. Der Österreichische Skiverband (ÖSV), das Land Tirol und St. Anton am Arlberg sind sich einig: Die WM 2033 soll nach Tirol geholt werden. „Eine neuerliche Weltmeisterschaft wäre eine große Aufgabe, aber auch eine Chance, die Erfolgsgeschichte des Wintersports am Arlberg, der Wiege des alpinen Skilaufes, fortzusetzen. Die Region verfügt über Erfahrung, Kompetenz und Begeisterung – das sind die besten Voraussetzungen, um auch in Zukunft sportliche Geschichte zu schreiben“, so Peter Mall.
Die im Zuge der Weltmeisterschaft 2001 errichtete Infrastruktur – von der Bahntrassenverlegung bis zu den Sport‑ und Veranstaltungsstätten – wird bis heute genutzt und bietet im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung auch für eine mögliche Ski‑WM 2033 eine tragfähige Grundlage.
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