Für viele Tiroler Regionen und Täler ist der Wintertourismus ein zentraler Wirtschaftsfaktor, zugleich sind wesentliche Aspekte wie Landschaft, Klima oder der Alltag der Menschen vor Ort damit verbunden. Tourismuslandesrat Mario Gerber hob die positiven Aspekte der Branche hervor: „Tirols Tourismus hat es stets verstanden, sich weiterzuentwickeln. Das beruht auf unseren kleinstrukturierten Familienbetrieben, die in Generationen denken. In dieser schnelllebigen Zeit bin ich überzeugt davon, dass unsere ehrlichen Urlaubserlebnisse noch stärker begeistern. Es muss uns gelingen gemeinsam mit allen Stakeholdern den Tourismus attraktiv zu halten.“
Der Tiroler Wintertourismus der Zukunft
Die anwesenden Schüler:innen der Tiroler Fachberufsschule für Tourismus und Handel in Landeck stellten die Frage, wie der Wintertourismus 2050 aussehen könnte. Tirol Werbung-Geschäftsführerin Karin Seiler gab sich optimistisch: „Skifahren bleibt auch in Zukunft ein zentrales Urlaubsmotiv und wird vor allem in Höhenlagen problemlos möglich sein. Gleichzeitig investiert Tirols Tourismus schon längst in den Ausbau der Angebote ergänzend zur Piste. Dieses wird in Zukunft sicher noch wichtiger“, so Seiler. Außerdem habe es der Tiroler Tourismus in seiner langjährigen Geschichte immer schon geschafft, sich an Veränderungen anzupassen.
Aus der Perspektive des Vereins Protect our Winters Austria brachte Geschäftsführer Moritz Nachtschatt die Sicht des Klima- und Naturschutzes in die Runde. „Die Wintersportbranche erbringt bereits sehr viel Transformationsleistung. Wenn es einen Schulterschluss im Tourismus gäbe und man sich auf zusätzliche Maßnahmen einigt, könnte noch viel bewegt werden. Zudem könnte mit öffentlichen Positionierungen außerhalb der eigenen Kernthemen, wie öffentliche Mobilität, verstärkt auf die eigenen Erfolge aufmerksam gemacht werden.“
Das Publikum beteiligte sich mit Fragen und Beiträgen an der Diskussion. Die Themenpalette reichte von Parkraumbewirtschaftung über Windräder bis zu internationalen Zuganbindungen. Damit wurde die Veranstaltung ihrem Motto gerecht: „Durchs Reden kemmen die Leut’ zamm“. Ziel von Tourismusforum on tour ist der direkte Austausch zu touristischen Themen im gemütlichen Wirtshausambiente, um unterschiedlichen Sichtweisen eine Bühne zu geben und das gegenseitige Verständnis zu fördern.
Die weiteren Stationen
Am Donnerstag, 22. Oktober, folgt die dritte Station von „Tourismusforum on tour“ im Restaurant Goldene Gams in Kitzbühel zum Thema „Welchen Nutzen stiften Großevents im Tiroler Unterland?“. Neben Landesrat Mario Gerber und Karin Seiler sind Wirtschaftskammer-Spartenobmann Alois Rainer und Universitätsprofessor Martin Schnitzer die Gesprächspartner. Ihren Abschluss findet die Reihe am Mittwoch, 11. November, mit dem Halt im Bärenstadl in Assling in Osttirol. Unter dem Titel „Quo vadis? Die touristische Ausrichtung von Osttirol“ diskutieren Mario Gerber, Karin Seiler und der Obmann des Tourismusverbands Osttirol, Franz Theurl mit dem Publikum. Einlass ist jeweils ab 18 Uhr, Diskussionsbeginn um 18.30 Uhr.
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